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Die Becken
Verwendung
Die Becken bilden zusammen mit der großen Trommel die Einheit der rhythmusgebenden Schlaginstrumente. Ihr Klang ist sehr markant hörbar und ihre Lautstärke lässt sich durch verschiedene Schlagtechniken gut beeinflussen. Die Becken gibt es in vielen verschiedenen Größen, von denen jede ihre klangliche Besonderheit besitzt. Sie erzeugen einen zischenden, obertonreichen Klang mit langem Sustain (Länge mit der der Ton ausklingt), jedoch ohne bestimmte Tonhöhe.
Beschreibung und Aufbau
Die Becken, (italienisch Cinelli oder Piatti; französisch Cymbales; englisch Cymbals), bestehen aus zwei flachen, leicht konvexen, tellerförmigen Scheiben aus einer Messing- oder Bronzelegierung. Sie werden entweder zusammengeschlagen oder einzeln durch Anschlagen mit harten oder weichen Schlegeln, Trommelstöcken oder Jazzbesen in Schwingung versetzt. Auf der nicht schwingenden Mitte an der Rückseite der Scheiben sind in der Regel Lederriemen oder sonstige Halterungsvorrichtungen angebracht, mit denen sie z. B. an einem Ständer befestigt werden können. Die Herstellung eines Beckens ist ein kompliziertes Verfahren und umfasst mehrere Arbeitsschritte. Insbesondere die Vorgänge des Hämmerns und Abdrehens - die bei teureren Modellen nach wie vor von Hand durchgeführt werden - beeinflussen maßgeblich den Klang des späteren Beckens. Der Durchmesser der Becken schwankt - je nach gefordertem Klangvolumen - zwischen 40 und 60 cm.
Geschichte
Becken, die ursprünglich aus dem asiatischen Kulturraum stammen, wo sie wohl für religiöse Zeremonien verwendet wurden, waren schon im Altertum und besonders im Mittelalter in Europa verbreitet. Als im 18. Jahrhundert türkische Militärmusik in Mode kam, erhielten sie einen ständigen Platz im Orchester. Becken gibt es in verschiedenen Formen, von den etwas kleineren, tieferen chinesischen Becken über die größeren, flacheren und voller tönenden türkischen Becken bis hin zu besonders kleinen Formen. Die kleinen Gabelbecken z. B., Metallkastagnetten, die einen glockenähnlichen Klang haben, sind ebenfalls seit der Antike bekannt.
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