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Die Lyra

Die Lyra


Beschreibung und Aufbau

Die Lyra ist eine Art Glockenspiel und wurde speziell für die Marschmusik entwickelt. Sie kann mittels eines Tragegurtes oder Tragegestelles bequem getragen werden. Die Lyra verleiht jedem Spielmannszug durch ihre Lautstärke eine besondere klangliche Note. Sie übernimmt in der Regel die Melodiestimme, vereinzelt gibt es jedoch auch spezielle Lyrastimmen. Mit ihrem glockenähnlich klingenden Ton sorgt sie für die Brillanz. In den neueren Märschen gibt es aber immer öfter eine eigene Lyrastimme, die das Instrument noch deutlicher über die Flötenstimmen hebt.

Die Lyra wird mit einem Schlegel gespielt. Den Namen und die schön geschwungene Form hat das Instrument von dem griechischen Saiteninstrument. Die Lyra war im klassischen Altertum ein Zupfinstrument mit trommelartigem, meist rundem Schallkörper (ursprünglich eine Schildkrötenschale), an dessen Seiten zwei Arme angesetzt sind. Diese Arme wurden durch ein Querholz verbunden, von dem die Saiten zum Schallkörper verlaufen. Der Name Lyra ist seit dem Mittelalter als Lira auf andersgeartete Saiteninstrumente übertragen worden.

Geschichte

Ursprünglich bestand das Glockenspiel aus kugel- oder birnenförmigen Glöckchen. Mit der Militärzeit wurden dann Klangplatten eingeführt. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Lyra auch für Freiluftmusik verwendet. Seit dem 2. Weltkrieg wird die bis heute bestehende Form mit zwei Klangreihen in der so genannten Klaviaturform gespielt.

Geschmückt wird die Lyra mit zwei, an den Seiten befestigten, meist zweifarbigen Schweifen und einem Adler. Sie wird auch das Schmuckstück eines Spielmannszuges genannt. Oft gehen deshalb die Lyraspieler vor den anderen Spielleuten in den vorderen Reihen.

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